Brandenburger fertigt orthopädische Prothesen für Erdbebenopfer

Auf seinen Skiurlaub muss Detlef Burczyk aus Kagel im Landkreis Oder-Spree diesen Winter verzichten: Gestern ist der 48-jährige Rettungsassistent nach Haiti geflogen. Dort will er helfen, eine Orthopädiewerkstatt in dem vom Erdbeben zerstörten Karibikstaat aufzubauen. Bei dem schweren Beben am 12. Januar waren Hunderttausende Menschen zum Teil schwer verletzt worden, vielen von ihnen mussten Gliedmaßen amputiert werden. In der Johanniter-Werkstatt sollen deshalb Gehhilfen, Rollstühle und Prothesen hergestellt werden.

Burczyks Einsatz in Haiti ist zunächst für zwei Wochen geplant. Doch die Johanniter-Orthopädiewerkstatt dort solle langfristig wirken, sagt die Sprecherin des Landesverbandes Berlin/Brandenburg, Grit Kirstin Schreck. “Nach der Erstversorgung sollen lokale Orthopädie-Techniker ausgebildet werden”, sagt sie. Die Werkstatt, die Burczyk mit aufbauen soll, werde ein flexibler Container sein, der bei Bedarf an ein Krankenhaus angeschlossen werden könne.

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